Achtsamkeit
Achtsamkeit ist ein Weg des Lernens.
Das ist der Sinn des folgenden Ausspruchs, der von dem griechischen Redner und Lehrer Isokrates stammt, einem Zeitgenossen des Platon (nicht zu verwechseln mit Sokrates):
„Was du weißt, das bewahre dir durch Übung, was du aber nicht gelernt hast, das hole durch Achtsamkeit nach.“
Achtsamkeit ist eine Form der Zugewandtheit und Offenheit, einer Geisteshaltung, die Voraussetzung dafür ist, dass wir etwas Neues erfahren und lernen können. Kurz darauf heißt es:
„[...] Glaube, dass es besser ist, viel Lehrreiches gehört, als viele Schätze gesammelt zu haben; denn diese schwinden bald, jenes aber bleibt allezeit; denn die Weisheit ist allein von allen Gütern unvergänglich.“
Wissen, insbesondere Weisheit, ist wertvoller als materieller Besitz. Hier klingt an, warum ein bedeutender Gelehrter der Neuzeit Isokrates den „Vater der humanistischen Bildung“ nannte (Werner Jaeger). Das einleitende Zitat erinnert an den ersten Satz aus den Gesprächen des Konfuzius: „Lernen und sich immer darin üben, macht das nicht Freude?“ Und bei dem Satz, der bei Konfuzius unmittelbar folgt, denke ich an die Teilnehmer meiner Seminare und philosophischen Urlaube, die von weither zum „Haus der Weisheit“ in Reit im Winkl anreisen: „Und wenn von fernher Gleichgesinnte kommen – ist das nicht auch ein Grund zur Freude?“
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.