Aristoteles
Die Tugend ist die Kunst, in den Leidenschaften und Handlungen auf die Mitte zu zielen.
Aristoteles, von dem das Zitat stammt, vertrat die Auffassung, dass das Gute („Tugend“) immer in der Mitte zwischen zwei Extremen zu finden sei. Diese Mitte sei keine arithmetische. Wo in einer Situation die rechte Mitte liege, hänge von den konkreten Umständen ab. Ihre Bestimmung setze Wissen voraus und sei nicht einfach. Er schreibt:
„Darum ist es auch anstrengend, tugendhaft zu sein. Denn überall ist es mühsam, die Mitte zu treffen. So trifft auch nicht jeder Beliebige, sondern nur der Kundige die Mitte des Kreises. Ebenso kann ein jeder leicht in Zorn geraten und Geld ausgeben und verschwenden. Das Wem, Wieviel, Wann, Wozu und Wie zu bestimmen ist aber nicht jedermanns Sache und ist nicht leicht. Darum ist das Richtige selten, lobenswert und schön.“
Wenigen fällt es in den Schoß, Maß und Mitte zu wahren und ein gelingendes Leben zu führen. Die meisten müssen erst tief in sich hineinschauen und sich gründlich kennenlernen, negative Prägungen aufdecken und abbauen, schädliche Gewohnheiten im Denken, Wollen und Handeln durch wohltuende ersetzen, nachhaltige Werte und Güter von Scheinwerten und -gütern unterscheiden lernen, ihren Seelengarten in Ordnung bringen und pflegen und die in ihrer Seele vorhandenen unterschiedlichen Bedürfnisse und Kräfte zum Ausgleich bringen. Sokrates nannte das Selbstsorge.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.