Aristoteles
Da es nun mühselig ist, genau die Mitte zu treffen, so muss man in zweitbester Fahrt, wie es heißt, das geringste der Übel wählen.
Aristoteles erläutert, was er mit der „zweitbesten Fahrt“ meint:
„Wir müssen aber beobachten, wozu wir von uns aus am geneigtesten sind. Denn der eine von uns ist es seiner Natur nach zu diesem, der andere zu jenem. Dies zeigt sich an der Lust oder dem Schmerz, den wir empfinden. Da muss man sich selbst in das Gegenteil hinüberziehen. Denn wenn wir uns vom Verfehlen sehr weit entfernen, werden wir zur Mitte gelangen, so wie jene es machen, die gekrümmtes Holz geraderichten.“
Weiß man nicht, was für einen das Beste ist – d. h. im Sinne des Aristoteles, wo Maß und Mitte zu finden sind – sollten wir, wenn wir leiden, das Gegenteil tun und einüben. Wenn wir uns aber in der Lust zu verlieren scheinen, sollten wir davon Abstand nehmen und uns ebenfalls am Gegenteil orientieren, um ein Maß an Lust zu genießen, dass wir nicht bereuen müssen, weil es nicht mit Leid erkauft wird und uns nachhaltig guttut. Der Weg zu einem gelingenden Leben führt darüber, dass man darauf achtet, was einem nachhaltig Freude macht („Lust“) oder zu Leid führt („Schmerz“) und daraus praktische Konsequenzen zieht.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.