Aristoteles
Als erstes ist zu erkennen, dass derartige Eigenschaften [Tugenden] durch Mangel oder Übermaß zugrunde zu gehen pflegen […], so wie wir es bei Kraft und Gesundheit sehen.
Weiter lesen wir bei Aristoteles, von dem das Zitat stammt:
„Denn übermäßiges Turnen [Sport] vernichtet die Kraft und ebenso zu wenig Turnen. Ebenso zerstören ein Zuviel oder Zuwenig an Speise und Trank die Gesundheit, das Angemessene dagegen schafft die Gesundheit, mehrt sie und erhält sie. So verhält es sich also auch bei der Besonnenheit, Tapferkeit und den übrigen Tugenden. Wer alles flieht und fürchtet und nichts aushält, der wird feige, wer aber vor gar nichts Angst hat, sondern auf alles losgeht, der wird tollkühn; und wer jede Lust auskostet und sich keiner enthält, wird zügellos, wer aber alle Lust meidet, wird stumpf wie ein Tölpel. So gehen also Besonnenheit und Tapferkeit durch Übermaß und Mangel zu Grunde, werden aber durch das mittlere Maß bewahrt.“
In allem Maß und Mitte zu wahren, das war nicht nur der Kern der aristotelischen Ethik und Glückslehre (die sog. Mesotes-Lehre, von griech. mesotēs, die Mitte). Dies entsprach auch nahezu allen antiken Weisheitslehren in Orient und Okzident.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.