Demokrit
Der Mensch ist ein kleiner Kosmos.
Diesem häufig zitierten Wort des Vorsokratikers Demokrit (um 460-370 v. Chr.) kann man eine Stelle bei dem Philosophen und Schriftsteller Plutarch, der 600 Jahre später lebte, hinzufügen:
„Aber wenn du dein Inneres öffnest, wirst du dort, wie Demokrit sagt, ein Magazin und eine Schatzkammer vielgestaltiger Laster finden [...].“
Demokrit lieferte die Begründung für die zentrale Aufforderung seines Zeitgenossen Sokrates: „Erkenne Dich selbst!“ Wer ein selbstbestimmtes und freies Leben nach den eigenen Vorstellungen leben möchte, sollte sich selbst kennen. Doch schon der erste Philosoph Griechenlands, von dem wir Kenntnis haben, Thales von Milet, soll gesagt haben, dass es schwer sei, sich selbst zu kennen. Im Seelengarten wachsen viele Blumen und Pflanzen, viel Unkraut und taube Ähren. Nimmt man noch das genetische Erbgut und transgenerationale Übertragungen dazu, gleicht die Seele einem unendlichen Kosmos. Wer seine spezifischen Talente und Schwächen, Begierden und Ängste, Prägungen und die vielfältigen Einflüsse, die von außen auf sein Denken, Sprechen, Fühlen und Wollen einwirken, nicht kennt, wird immer mehr oder weniger fremdbestimmt bleiben. Er wird selten, wenn überhaupt, das beglückende Gefühl erleben, ganz bei sich zu sein und aus seiner unverstellten Mitte heraus zu leben und zu fühlen. Er bleibt in vielfältiger Weise von außen konditioniert.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.