Glück
Im Glück sei mäßig, im Unglück besonnen.
Der Ausspruch stammt von dem Griechen Pittakos, einem der Sieben Weisen (7./6. Jh. v. Chr.). Vorher heißt es zur Begründung: „Die Lüste sind vergänglich, die Tugenden (Weisheit) unvergänglich.“
Der Gedanke, sich im Glück zu mäßigen und nicht in ungezügelten Jubel zu verfallen, war im alten Griechenland weit verbreitet und findet sich dort bei zahlreichen Dichtern und Denkern. Ihm lag die Erkenntnis zugrunde, dass äußeres Glück und Lustgefühle vergänglich sind. Der unvermeidbare Wandel, der häufig das Gegenteil hervorbringt, führt aber zu einer umso heftigeren inneren Erschütterung, je maßloser und unbegrenzter wir uns dem augenblicklichen Glücksgefühl hingeben. Umgekehrt ertragen wir unausweichliches Leid leichter, wenn wir das Glück zwar genießen, dabei aber nicht vergessen, dass der Umschlag ins Gegenteil nach dem üblichen Lauf der Dinge gewiss kommen wird. Wer sich so gegen das Leid wappnet, den meidet es häufig. Das Ergebnis einer solcher Haltung ist innere Ausgeglichenheit. Von Sokrates hieß es, er blieb sich immer gleich, im Glück wie im Unglück.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.