Glück
In sich und durch sich selbst beglückt.
In der altindischen Bhagavadgita lesen wir Folgendes über das Glück. Es spricht der Gott Krishna zu dem Helden Arjuna, der „Sohn der Pritha“:
„Wer jede sinnliche Begier,
O Sohn der Pritha, von sich weist,
In sich und durch sich selbst beglückt,
Den, Tapfrer, nennt man fest im Geist.
Wen nie ein Leid erschüttern kann,
Kein Freudentaumel überwand,
Wer frei von Gier, von Furcht und Zorn,
Ein ‚Schweigender’ wird der genannt.
Wer nicht frohlockt, nicht mürrisch wird,
Ob Glück, ob Unglück ihn befällt,
In allem frei von Leidenschaft,
Der heißt, o Freund, ein Geistesheld.“
Das Glück in der ersten Strophe meint die Seelenverfassung („glücklich sein“), das Glück in der letzten Strophe das von außen kommende, zufällige Glück („Glück/Pech gehabt“). Gewarnt wird vor der übermäßigen Hingabe an sinnliche Begierden („Freudentaumel“) und zügellose Leidenschaften. Sie rufen „Gier, Furcht und Zorn“ hervor. Gewarnt wird ferner vor der Abhängigkeit von Äußerlichkeiten. Wir sollen unser Glück in unserem Innern suchen. Schaffe innere Ausgeglichenheit und Frieden in deinem Seelenleben. Der „Schweigende“ ist der selbstgenügsame, in sich ruhende Weise. Er wohnt in der Geborgenheit im Innern. Er lebt in heiterer Gelassenheit ohne lauten Jubel noch Missmut („Wer nicht frohlockt, nicht mürrisch wird“).
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.