Natur - naturgemäßes Leben
Das ist die eine Bedeutung aus dem letzten Yogasutra des Patañjali:
„Wenn einer, obwohl er inneren Reichtum angesammelt hat, auf den Gewinn daraus verzichtet, führt ihn diese allumfassende Unterscheidungsschau zu der Versenkung, die ‚Wolke der ewigen Ordnung‘ genannt wird [...].“
Eine schwierige Stelle. Ein Kommentar lautet, dass mit der „Wolke der ewigen Ordnung“ angedeutet werde, dass sich der Praktizierende in völliger Harmonie mit der kosmischen Ordnung und der Natur befinde. Die verwendeten Sanskrit-Worte deuteten darauf hin, dass diese außerordentliche Versenkung wie eine Wolke angefüllt sei mit den ewigen Wassern des Lebens und auf die Welt herabregnen könne. Das erschließt den ersten Teil des Zitats. Auf der höchsten Stufe des Yoga geht es nicht mehr um einen selbst, oder wie sich Patañjali kurz zuvor in einem anderen Sutra ausdrückt: Wir werden „befreit von der Vorstellung der Selbstbezogenheit“. Güte und Liebe bestimmen das Leben des erleuchteten Yogis. Sein Dasein ist wie eine regenspendende Wolke, von der besonders im heißen Indien alles Leben unmittelbar abhing. Mit der „allumfassenden Unterscheidungsschau“ ist die für die Yogasutren grundlegende Unterscheidung zwischen dem „Gesehenen“ und dem „Seher“ (Selbst) gemeint. Nach Auffassung des Yoga rührt alles menschliche Leiden daher, dass wir uns mit unseren Wahrnehmungen und dem daraus erlangten Ich- und Weltverständnis identifizieren. Dagegen sollten wir uns auf die Frage konzentrieren, wer oder welche Kraft in uns der „Seher“ ist.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.