Natur - naturgemäßes Leben
Der Weg der Weisen ist wie Himmel und Erde.
Das war die Auffassung des japanischen konfuzianischen Gelehrten Yamaga Soko. Er nimmt damit eine der Kernaussagen der antiken chinesischen Weisheitslehre wieder auf. Das Zitat lautet vollständig:
„Der große Ursprung des Weges [Dao, Tao, der rechte Weg] hat seinen Anfang in Himmel und Erde. Diejenigen, die darum wissen und danach zu handeln vermögen, sind die Weisen. Der Weg der Weisen ist wie Himmel und Erde: Nicht-Handeln.“
Die Lehre vom „rechten Weg“ (Dao, Tao) beruht auf dem Gedanken, dass es das Beste für den Menschen und die Erfüllung seiner Bestimmung ist, sich in seiner Lebensführung den richtig verstandenen Gesetzen und Rhythmen der Natur, des Seins, der kosmischen Ordnung anzupassen, sie in sich zu erspüren und zur Verwirklichung zu bringen. Unnatürliche Lebensweisen führen zu Leid. Im Verständnis der alten daoistischen Philosophen bedeutete dies insbesondere, alles intentionale, ichbezogene, persönliche Zwecke verfolgende Eingreifen in den natürlichen Fluss des Lebens aufzugeben zugunsten eines harmonischen Sich-Einfügen in das Ganze (Dao, Tao), das nicht unser persönliches Wollen ist. Das ist mit der uns paradox erscheinenden Forderung des „Nicht-Handelns“ gemeint (chin. wu-wei, jap. mu-i), die wir auch im Zen-Buddhismus antreffen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.