Perspektivwechsel
Aus der Distanz relativieren sich Glück und Unglück, Freude und Leid, Erfüllung und Versagung.
Das ist der Sinn folgender Verse des chinesischen Philosophen Hue Schih (4. Jh. v. Chr.):
„Gleich niedrig mit dem Himmel ist die Erde,
gleich eben mit dem Tümpel ist der Berg -
für den, der wahrnimmt mit dem Auge des Alls.”
Was uns aus der unmittelbaren Nähe und Befangenheit in einer Situation wie ein Unglück oder negatives Ereignis erscheint, kann sich aus der Distanz als unbedeutend, belanglos oder gar als etwas Positives zeigen. Praktische Philosophie hat viel damit zu tun, einen Abstand herzustellen, um die Dinge als das zu erkennen, was sie sind, und nicht unreflektiert aus der unmittelbaren Betroffenheit und Befangenheit in der jeweiligen Situation heraus zu urteilen. Um die Dinge und Geschehnisse zu untersuchen, brauchen wir Nähe, um sie zu bewerten und sie an unserem Lebensziel zu messen, ein glückliches Leben zu führen, brauchen wir Distanz. Die meisten Dinge, die nicht so sind oder verlaufen, wie wir uns das wünschen, beeinträchtigen in keiner Weise ein glückliches Leben, aber wir tun häufig so, als ob das der Fall wäre.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.