Platon
Das Erstaunen und die Verwunderung sind der Anfang der Philosophie.
Das war die Auffassung Platons. Er schreibt:
„Denn gar sehr ist dies der Zustand eines Freundes der Weisheit [Philosoph], die Verwunderung; ja es gibt keinen anderen Anfang der Philosophie als diesen, und wer gesagt hat, Iris [Götterbotin, Vermittlerin zwischen Himmel und Erde] sei die Tochter des Thaumas [Verwunderung, Erstaunen, Bewunderung], scheint die Abstammung nicht übel getroffen zu haben.“
Die Philosophie ist der Stand der Frage und sie beginnt dort, wo man etwas nicht versteht oder scheinbare Selbstverständlichkeiten hinterfragt. Nur das kritische Fragen, das sich nicht mit der erstbesten Antwort beruhigt, bringt einen Erkenntnisgewinn. Dieser führt zu einem besseren Verständnis und dieses wiederum zu der Fähigkeit, besser mit sich selbst, einer Situation, einem Ereignis oder einem Menschen umzugehen. Das Leben aber gelingt und macht umso mehr Freude, je besser und angemessener man sich in seiner Lebenswelt einrichtet und sich in ihr bewegt, weil man sie versteht. So findet man eine „Geborgenheit im Sein“.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.