Schweigen
Wen nie ein Leid erschüttern kann, ein ‚Schweigender’ wird der genannt.
Vollständig lautet das Zitat aus der altindischen Bhagavadgita wie folgt:
„Wen nie ein Leid erschüttern kann,
Kein Freudentaumel überwand,
Wer frei von Gier, von Furcht und Zorn,
Ein ‚Schweigender’ wird der genannt.“
Hier wird der „Schweigende“ identifiziert mit dem in sich ruhenden, gefestigten, selbstgenügsamen und furchtlosen Selbst, wir können auch sagen: mit dem Ideal eines weisen Menschen. Im antiken Weisheitsdenken wurde Schweigen stets als ein Zeichen von Weisheit angesehen. Ein Grund dafür dürfte sein: Der Weise weiß, dass er wenig weiß, und schweigt lieber, als Unwahres oder Ungesichertes von sich zu geben. Er weiß aber, dass nur auf Weniges in seiner Hand liegt und kann den Dingen, auf die er keinen Einfluss kann, ihren natürlichen Lauf lassen, ohne eingreifen oder etwas dazu sagen zu müssen. Die alten Chinesen nannten das wu wei: Nicht eingreifen und alles richtet sich von selbst.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.