Selbstsein
Das Schlimmste ist, wenn man sich selbst vergisst.
Über Konfuzius wird folgende Anekdote erzählt:
„Herzog Ai fragte den Meister Kung (Konfuzius): ‚Ich habe von einem Menschen gehört, der so vergesslich war, dass er bei einem Umzug seine Frau vergaß. Ist so etwas möglich?’
Meister Kung erwiderte: ‚Das ist noch nicht die schlimmste Vergesslichkeit. Am schlimmsten ist, wenn man sich selbst vergisst.’“
Die Anekdote bringt zum Ausdruck, dass es nichts Schlimmeres gibt, als sich selbst „zu vergessen“, d. h. sich untreu zu werden, seine Authentizität zu verlieren und fremdgeprägt zu denken, zu wollen und zu handeln. Fast wortgleich zum letzten Satz der Anekdote sagt Sokrates einmal, dass „sich selbst zu betrügen von allem das Schlimmste ist“. Aus der eigenen Mitte heraus soll man leben. „Ein in sich stimmiges Leben“ führen, forderte Zenon von Kition, der Begründer der stoischen Philosophie. Erst dann fühlen wir uns wohl in unserer Haut und führen unser eigenes selbstbestimmtes Leben, wenn wir tun, was wir sagen, sagen, was wir denken, denken, fühlen und wollen, was unseren tiefsten Anschauungen, Werten und Empfindungen entspricht. Dann sind wir ganz wir selbst geworden. Das ist nicht einfach.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.