Umsetzung von Weisheit
Wir müssen Lehrer wählen, die nicht nur Weisheit lehren, sondern sie auch leben.
Bei dem bedeutenden japanischen Zen-Mönch Dogen (13. Jh.) lesen wir:
„Die Worte der heiligen Schriften (Weisheitstexte) kann man mit einer heilsamen Arznei vergleichen. Selbst eine hervorragende Arznei wirkt als Gift, wenn sie falsch eingenommen wird. Ebenso wichtig wie die Arznei ist nämlich auch die Anweisung, sie richtig einzunehmen. Viele unserer Lehrer sind darüber nicht gut im Bilde. Daher müssen wir uns Lehrer wählen, die über jenes Wissen verfügen, also die Wahrheit in sich selbst verwirklicht haben.“
Das gilt auch heute noch uneingeschränkt. Groß ist die Zahl derer, die viel zu wissen scheinen oder vorgeben. Aber weder leben sie es vor noch können sie dieses Wissen so vermitteln, dass die Hörer zur Tat schreiten und es in ihrem täglichen Leben auch wirklich umsetzen. Nach Auffassung Dogens liegt das daran, dass solche Lehrer eben nicht leben, was sie lehren. Die größte Überzeugungskraft einer Lebensweisheit aber geht von ihrer gelungenen Anwendung aus, von dem gelebten Beispiel und Vorbild.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.