Weisheiten des Liezi
Wir gehen und wissen nicht wohin, wir bleiben, und wissen nicht wo.
Der Ausspruch stammt von Liezi. Vorher weist er daraufhin, dass alles Äußere „nur geliehen ist“, wie sich der Stoiker Epiktet ausdrückte. Es kann jederzeit wieder zurückgefordert werden bzw. verloren gehen. Hänge Dich also nicht daran. Gehe unbeschwert durch das Leben und nehme an, was das Schicksal Dir zuweist:
„Dscheng [legendärer Weiser zur Zeit des Schun] sprach: ‚Nicht einmal dein Leib ist dein Eigentum, wie willst du da den Sinn [Dao] zum Eigentum dir machen?’ Schun [legendärer großer Herrscher] sprach: ‚Wenn mein Leib nicht mein Eigentum ist, wessen Eigentum ist er denn dann?’ Jener sprach: ‚Er ist die Form, die Himmel und Erde dir zugeteilt. Dein Leben ist nicht dein eigen, es ist das Gleichgewicht der Kräfte, das Himmel und Erde dir zugeteilt. Deine Natur und dein Schicksal sind nicht dein eigen, sie sind der Lauf, den Himmel und Erde dir zugeteilt. Deine Söhne und Enkel sind nicht dein eigen, sie sind die Überbleibsel [wörtlich: abgeworfene Larvenhaut], die Himmel und Erde dir zugeteilt. Darum: wir gehen und wissen nicht wohin, wir bleiben, und wissen nicht wo […].“
In einer Anmerkung weist der Übersetzer Richard Wilhelm auf eine Parallelstelle bei Buddha hin. Im Dhammapada heißt es: „‘Diese Söhne gehören mir, dieser Besitz gehört mir‘ – mit solchen Gedanken quält sich ein Narr. Er selbst gehört sich nicht einmal; wie viel weniger Söhne und Besitz!“ Aus dem griechisch-römischen Kulturkreis ließen sich zahlreiche Zitate mit demselben Gedanken ergänzen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.