Weisheiten des Islams
Pflanze Rosen, damit dein Land ein Garten werde; pflanze keine Kameldisteln, sie würden dir in den Fuß gehen.
Dieses Sprichwort stammt aus dem Paschtunischen, einer Sprache, die im Iran, Afghanistan und Pakistan gesprochen wird. Es erinnert an das Bild vom Seelengarten, das schon Platon benutzt hat. Was man in seiner Seele nährt und großzieht, das bestimmt die Persönlichkeit, zu der man wird. Deshalb wurde in der antiken praktischen Philosophie in Ost und West viel Wert darauf gelegt, wie man denkt, mit welchen Werten, Gesinnungen und Haltungen man durchs Leben geht, wie man spricht, von welchen Affekten man sich befreien sollte und welcher seiner natürlichen Begierden man in welchem Maß folgen, welche man zügeln oder ganz überwinden sollte. Die Seele gleicht einem Garten, in dem alles aufblüht statt zu verwildern, wenn man jeden Tag ein wenig in ihm arbeitet.
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28.04.2026
Sprich nichts, was zu hören weh dir täte:
Weizen erntet nicht, wer Gerste säte!
Der Ausspruch stammt von dem persischen Dichter Muslihuddin Saadi, gest. 1292. Weiter heißt es dort:
„Weislich hat gesprochen ein Brahman:
deine Ehre tust du selbst dir an.
Wo du fluchest, wird man dich nicht segnen;
was du ausgesandt, wird dir begegnen.“
Die fünfte „Gewissheit“, von der Buddha empfahl, dass man sie täglich meditiere, lautete: Dass alles, was du sagst und tust, Folgen hat. In diesem Sinne lautet eine antike Weisheit, die sich teilweise in den altindischen Upanishaden findet, dass man auf seine Gedanken achten sollte, denn sie werden zu Worte, auf die Worte, denn sie werden zu Taten, auf die Taten, denn sie werden zu Gewohnheiten, auf die Gewohnheiten, denn sie werden zum Charakter, auf den Charakter, denn er ist dein Schicksal. Wir sind das, was wir aus uns machen. Man wird zu dem, was man denkt, sagt und tut. In diesem Sinn ist auch das Zitat von Saadi zu verstehen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.