Weisheiten des Islams
Wer allzuviel und lange hofft,
vergißt die Arbeit allzu oft.
Der Ausspruch stammt von Áli ibn Abi Talib, kurz Áli, dem Vetter und Schwiegersohn des Propheten Mohammed. Die Hoffnung wurde in der Antike unterschiedlich bewertet. Viele Philosophen lehnten sie ab, weil sie als eine Form der Anhaftung an Äußeres innerlich an einen positiven Ausgang bindet, der häufig vom Zufall abhängt. Kommt es anders, so kann sich leicht Enttäuschung, Ärger und Frustration einstellen. Besser sei es, mit Gleichmut dem entgegenzusehen, was nicht in unserer Hand liegt, und anzunehmen, was das Schicksal für einen vorgesehen hat und das Beste daraus zu machen. Im Christentum dagegen ist die Hoffnung eine Kardinaltugend, die Trost und Zuversicht spenden soll. Wieder eine andere Position vertritt Áli. Er warnt vor übertriebener Hoffnung, denn sie könne dazu führen, dass das aktive Tun vernachlässigt wird.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.