Weisheiten des Islams
„Wenn du einen Fehler in deinem Bruder siehst, so ist der Fehler, den du in ihm siehst, in dir selber.“
Der Ausspruch stammt von Maulana Dschalaluddin Rumi, dem bedeutendsten mystischen Dichter des Islam. Er schrieb in Persisch und ist 1273 n. Chr. gestorben. Weiter heißt es in dem Zitat:
„Die Welt ist ja gleich einem Spiegel, in dem du dein eigenes Bild siehst […]. Reinige dich von dem Fehler in dir; denn was dich am anderen schmerzt, schmerzt dich in Wirklichkeit in dir selbst.“
Der Gedanke findet sich im antiken Weisheitsdenken an verschiedenen Stellen. So soll etwa Platon, wenn er einem unangenehmen Zeitgenossen begegnete, sich stets gefragt haben: „Bin ich etwa auch so?“ Der stoische Philosophenkaiser Marc Aurel empfahl: „Wenn Du Anstoß an einem anderen nimmst, wende Deinen Blick auf Dich selbst und frage Dich, ob Du nicht denselben Fehler hast oder einmal hattest […].“ Und Seneca folgerte aus dem Umstand, dass „alle Fehler allen eigen sind“, man sei der ganze Menschheit Verzeihung schuldig. Man soll sich darauf beschränken, die Worte und Taten eines Menschen zu verurteilen, wenn sie es verdienen, aber nicht den Menschen als solchen.
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Nutzen Sie die täglichen "Worte der Weisheit", um fünf Minuten Atem und Geist zu beruhigen, still zu werden und sich auf das Wesentliche Ihres Lebens zu konzentrieren.